Der Habu Tempel

Der Habu Tempel


Im Altertum war der Medinet Habu Tempel als Djanet bekannt und nach altem Glauben der Ort, an dem Gott Amun zum ersten Mal erschien. Sowohl Hatschepsut als auch Thutmosis III. bauten hier einen Tempel, der Amun gewidmet war, und später baute Ramses III. an dieser Stelle seinen größeren Totentempel. Dieser Tempel liegt am Rand der Libyschen Wüste etwa vier Kilometer westlich von Luxor.

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Ramses III. ließ diese gewaltigen Totentempel von einer dicken steinernen Umfassungsmauer mit vorderasiatisch beeinflußten Rundzinnen großräumig umgeben, mit einem ungewöhnlichen Tor am östlichen Eingang, das als Pavillontor bekannt ist. Diese Struktur, eine Kopie einer syrischen Migdol-Festung, ist etwas, was man in Ägypten nicht erwarten würde. Ramses III, ein Soldat, sah die Tugend wahrscheinlich in einer solchen Struktur.Im Inneren des Bezirks war genügend Platz für den Palast sowie für Magazinbauten und für den heiligen See. Den links an den Totentempel angebaute Palast diente zwar als Residenz für das Jenseits, doch war er mit zwei Thronsälen und anderen Räumen ein tatsächlich bewohnbarer Herrschersitz. Diese Torpaläste bewohnte Ramses III. z.B. während er in Theben weilte, wenn er an Festen teilnahm.
Den im Südosten liegenden Hauptzugang bildet das »Hohe Tor« mit plastischem Reliefschmuck, der den König beim Niederwerfen seiner Feinde zeigt.
Der eigentliche Totentempel ist wie ein normaler ägyptischer Göttertempel aufgebaut, d.h. es folgen aufeinander der monumentale Hauptpylon ( 63 Meter breit und um die 20 Meter hoch ), dann der 1. Hof, der an seiner rechten Seite von Osiris-Pfeilern und an der linken Wand von einer Säulenkolonnade gesäumt ist. Dann folgt der kleinere 2. Pylon mit einem weiteren Hof. Zuletzt folgen die einst überdachten rückwärtigen Räume, die einschließlich ihrer Säulenstützen nur noch in den unteren Steinlagen erhalten geblieben sind. Den Platz des »Allerheiligsten« markieren dabei zwei Statuengruppen aus Rosengranit, die einst Amenophis III. gehörten und von Ramses III. usurpiert wurden.

Im Tempelinneren lassen sich noch viele Reliefs mit der einstigen farbigen Bemalung nachweisen. Kampf- und Kriegsszenen zieren vornehmlich die Tempelwände. Von den bildlichen Darstellungen an den Außenwänden des Totentempels sind vor allem die Wildstierjagd und die »Land- und Seeschlacht« gegen die Seevölker von Bedeutung. Auffällig ist auch, wie tief überall die Hieroglyphen in die Steinblöcke geschnitten sind – vor allem die Königstitulatur.

Während seiner Zeit wurde Djanet das Verwaltungszentrum von West-Theben. Der gesamte Tempelkomplex war von einer massiven befestigten Umfassungsmauer umgeben, Ursprünglich verband ein Kanal mit einem Hafen vor dem Eingang den Tempel mit dem Nil. Dies wurde aber durch die Wüste längst ausgelöscht.
In späteren Zeiten war es wegen seiner starken Befestigungsanlagen der Zufluchtsort während des Bürgerkriegs zwischen dem Hohenpriester von Amun in Karnak und dem Vizekönig von Kush. In der Zeit der fünfundzwanzigsten und sechsundzwanzigsten Dynastie (700 v. Chr.) wurden die Frauen Amons in den Kapellen verehrt, die die Göttlichen Adoratrices von Amun genannt wurden. Während der griechischen und römischen Epoche wurde der Ort erweitert und zwischen dem 1. und 9. Jahrhundert n. Chr. wurde eine koptische Stadt gebaut und der Tempel wurde als christliche Kirche genutzt.

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