Die koptischen Klöster von Wadi Natrun

Die koptischen Klöster von Wadi Natrun


Das Wadi Natrun, auch Wadi en Natrun, Wadi el-Natrun, Wadi 'n-Natrun, Ouadi el-Natroun, Natrontal, Sketis oder Sketische Wüste ist bekannt für seine koptischen Klöster, in denen Tausende von Christen im 4. Jahrhundert vor der römischen Verfolgung geflohen sind. Von den rund 60 ursprünglichen Klostern  im Tal sind nur noch vier übrig. Diese Klostergebäude sind beeindruckend, da sie nach arabischen Überfällen im Jahr 817 befestigt wurden. Das Wadi Natrun liegt am Rande der Westlichen Wüste und des Nildeltas, etwa auf halber Strecke an der Autobahn zwischen Kairo und Alexandria und ist ca. 10 km breit, 36 km lang und liegt bis zu 25 Meter tiefer als der Meeresspiegel. Durch diesen Umstand hat das Grundwasser die Möglichkeit ins Tal zu gelangen.Das Gebiet war auch für die alten Ägypter wichtig, da die Salzseen des Tals im Sommer austrocknen und Natron hinterlassen, eine Substanz, die für den Mumifizierungsprozess von entscheidender Bedeutung ist. Wadi ANtrun liegt ca. 100 km östlich von Kairo in der lybischen Wüste
 

Man kann alle vier verbliebenen Klöster besichtigen.

Die klösterliche Tradition blüht und der koptische Papst wird immer noch von den Wadi Natrun-Mönchen ausgewählt.

Die Mönche zeigen mit Stolz was der Gast sehen möchte. Ihren Unterhalt bestreiten sie u.a. durch die landwirtschaftlichen Erträge und Erzeugnissen, vor allem Oliven und Käse, werden bis nach Kairo transportiert.

Deir el Suryani - Kloster der Syrer
Das kleinste der vier Klöster stammt aus dem 6. Jahrhundert und war  zuerst nur eine freistehende Kirche, die im 8. Jahrhundert durch syrische Händler erworben und von Mönchen besiedelt wurde. Seit dem  17. Jahrhundert gehört es den Kopten.
Das Merkmal des Klosters sind drei aufeinander (übereinander ) liegende Kirchen.und ein sehr schönes byzantinisches Fresko aus dem 12. und 13. Jahrhundert.

Deir Al-Baramus - Kloster des heiligen Borromäus, auch Kloster der Römer

Das älteste und abgelegenste Kloster stammt aus dem 4. Jhdt. und besitzt 5 Kirchen sowie eine Festungsmauer aus dem 7. Jhdt.Benannt nach den Heiligen Johannes des Täufers, Michael, Georg, Theodor und der Heiligen Jungfrau Maria, die eine sehr sehenswerte Basilika beherbergt. Heute wird das Kloster von rund 100 Mönchen bewohnt, die seit jeher in ihren alten Traditionen leben.

Deir Anba Maqar - Kloster der heiligen Makarios
Das Kloster aus dem 3/4. Jahrhundert wurde vom vom Eremiten Makarios des Grossen gegründet, der hier 390 n.Chr. verstarb. Die Klosteranlage ist um die Zelle des Heiligen herum gebaut,  und wurde ab Ende der sechziger Jahre aufwendig auf renoviert. Da dieses Kloster als sehr wohlhabend galt und immer noch gilt, war es auch sehr häufig Ziel räuberischer Beduinen.Hier sehen Sie die Abu Makar Kirche mit dem berühmten Altar (die Kirche wurde von Papst Benjamin geweiht)

Deir Anba Bishoi  - Kloster des heiligen Pischoi
Der heilige Pischoi war einer der ersten Mönche, die um 390 n.Chr. ein Kloster gründeten. Er starb im Jahre 407 n.Chr. und ist im Kloster bestattet.
Heute enthält das St.-Pischoi-Kloster die Reliquien von St. Pischoi, St. Paul von Tammah und einigen anderen Heiligen. Auch Papst Schenuda III. wurde dort beigesetzt.
Das Kloster hat fünf Kirchen, wobei die Hauptkirche nach St. Pischoi benannt worden ist. Das Kloster ist von einer Mauer umgeben, die im fünften Jahrhundert nach Christus erbaut wurde, um das Kloster gegen die Angriffe der Berber zu schützen.

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